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Das Planetenbesiedlungsprogramm der Flodder
Ein Schuleinheit vom Institut fuer extraterristische Biologie
gehalten von dessen Vertreter Cyrion



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Die Flodder haben den Drang entwickelt, sich ueber das Universum zu
verbreiten, wie es bei verschiedenen Rassen der Fall ist. Sie haben dazu
ihre Errungenschaften auf dem Gebiet der Technik mit der Genmanipulation
vereint. Sie haben ihre Erbsubstanz zu veraendert, dass sie zuerst ein
Pflanzenstadium bilden und sich dann zu beweglichen Lebewesen verpuppen.
In grossen, automatischen Raumschiffen werden die Samenkapseln sowohl gelagert
als auch produziert. Diese sind fast quadratisch mit einer
Kantenlaenge von ca 7 Zentimetern und werden innerhalb der Raumschiffe
bei Weltraumkaelte gelagert, so wie auch die gesammten Raumschiffe keine
Athmosphaere enthalten.Die Kapseln enthalten die Samen plus eine Art
Duengersubstanz, vorangepasst auf verschiedene Planeten. Durch die
interstellare Kaelte ist beides fast unbegrenzt haltbar. Findet ein Raumschiff
einen geeigneten Planeten (Erdaehnliche Temperaturen, mit allerdings viel
groesserem Spielraum bei der Zusammensetzungb der Athmosphaere), so werden die
passenden Samen zu Millionen abgeworfen. Vorher wird mit einer Klebetechnik
noch eine Art Rotor an die Oberseite der Wuerfelfoermigen Kapseln geklebt,
dieser wird aehnlich wie die Kapseln gezuechtet und gelagert.
Der Abwurf geschieht in der oberen Schichten der Athmosphaere, so wird eine
Energieaufwendige und Materialbelastende Landung vermieden, das Raumschiff
macht sich dann gleich auf den Weg zu weiteren Planeten und produziert
unterwegs die Samenkapseln nach, durch
ein natuerliches Wachstum in einer speziellen Kammer (der einzige warme
Bereich im Raumschiff, Restwaerme der Antriebsaggregate).
Durch die entstehende Reibungshitze beim durchqueren der Athmosphaere-
schichten wird zuerst eien Art Bruteffekt erzeugt, der zum auftauen und keimen
der Samenkapseln notwendig ist. Die aussere Schicht schmilzt dabei, sorgt
dadurch allerdings auch fuer einen temperaturstabilisieren- den Effekt, um die
Hitze nicht zu gross werden zu lassen. Die aufgesetzten Propeller sorgen in
den unteren Athmosphaereschichten fuer
eine verminderte Landegeschwindigkeit und eine weite Verbreitung - aehnlich
den auf der Erde vorkommenden Ahornsamen.
Beim Aufprall zerplatzen die Samenkapseln, verstreuen damit die Samen und
die Duengersubstanz ueber einen mehr oder weniger grossen Raum. Bald darauf
wachsen aus dem Samen die Praeflodder. Hier zeigt sich der grosse
Einfallsreichtum der Flodder - die Pflanzen bleiben so lange im
Pflanzenstadium, bis die Athmosphaere einen Zustand erreicht hat, das
sich Teile der Pflanze zu den Flodder verpuppen koennen. Hierzu gibt es kein
Equivalent auf der Erde.
Das Geraeusch, wenn sich Flodder unterhalten, hoert sich lautmalerisch
wie "flodder" an, eine Art zerfranstes Blubbern, weshalb die Terraner
gleich auf die Idee kamen, die Flodder danach zu benennen. Was mal wieder ein
bezeichnendes Licht auf die menschliche Rasse wirft. Ihr Name den sie sich
selbst gegeben haben koennte man am besten mit Terraner uebersetzen - wenn man
ihren Planeten als Terra uebersetzen wuerde. Sie nennen sich halt, wie wir,
nach ihrem Planeten, da es jedoch schwer moeglich ist, ein Wort zu
uebersetzen, was sich wie Flodder anhoert und einfach nur ein Eigenname ist,
bleiben wir besser bei Flodder.
Die mitgebrachten Samenkapseln sind in einem Zustand wie kurz vor dem
Abwurf. Man sieht deutlich den Wuerfel mit den aufgeklebten Propeller.
Sowohl Wuerfel als auch Propeller loesen sich nach der Landung und dem
zerplatzen auf und bilden ebenfalls einen ersten Duenger fuer die Saemlinge.
Sie finden allerdings auch oft Fressfeinde, wobei die Flodder,
wenn man sie danach befragt, nicht mal Einwaende dagegen haben, das Teile
ihres Nachwuchses auf einigen Planten verspeist wird, sei es von Tieren,
intellgenten Lebewesen oder auch anderen Raumfahrern. Sie hatten damit
gerechnet, da die automatischen Raumschiffe nicht so inteligent sind, um jede
Form von Leben auf Planeten im Vorfeld zu entdecken, und auch nicht alle Samen
die Landung ueberleben. Sie sehen ihre Samenkapseln in einem aehnlichen Licht
wie die Menschen Eizelle und Sperma und reagieren eher belustigt, wenn sie
erfahren das andere Rassen ihre Kapseln essen - auch
hier ist ein Vergleich zum Menschen angebracht.
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