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Sternenstaub von Florall
Cyrion
IETB - Institut für Extra Terrestrische Biologie


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Bei der Untersuchung eines bis dahin unbekannten Sonnensystems, und
der damit einhergehenden Materialprobe stiessen die Forscher auf ein
aussergewoehnlicher Phaenomen. Das Sonnensystem an sich besteht aus
einer Sonne von der gleichen Klasse wie der unseren, in einer
Entfernung, die im Vergleich zu unseren System ungefaehr zwischen der
Umlaufbahn von Sonne und Venus liegt, ist dort allerdings nur ein
grosser Kleinstasteroidenschwarm zu finden, aehnlich den sgenannten
Ring um den Saturn, bestehend aus Billiarden von Einzelobjekten, die
groessten erreichen hierbei nur einen Zehntel des Monddurchmessers
der Erde. Der groesste Teil hingegen besteht aus Objekten von ca.
einen halben cm Durchmesser, die den Wissenschaftlern durch ihre
aussergewoehnliche Faerbung auffiel.
Proben und naehere Untersuchungen ergaben, das diese Objekte aus
organischen Verbindungen bestanden. Nun war nicht klar, wie diese
in dieser Umgebung entstanden sein konnten, man vermutete zuerst,
das sie wie die Truemmer vonn einem durch Zusammenstoss oder andere
Einfluesse explodierten Planeten stammen koennten. Dies erwies sich
nach der Untersuchung der groesseren Einzelobjekte als falsch!
Auf der Oberflaeche derselben wurden Knollenartige Objekte entdeckt,
die zuerst keinen Zusammenhang mit den organischen Partikeln in dem
Asteroidenguertelvermuten liess. Dies aenderte sich schlagartig, als
ein Wissenschaftler nur knapp mit dem Leben davonkam, als eine der
Knollen neben ihm unerwarteterweise explodierte.
Bevor ich in der Dokumentation fortfuehre, moechte ich darauf
hinweisen, das diese hier mitgebrachten Knollen nicht mehr lebens-
faehig sind und nicht explodieren koennen. Sie koennen als wieder
beruhigt weiter zuhoeren, es besteht kein Grund zur Sorge.
An seinem arg laedierten Raumanzug fanden sich viele der Objekte
die im Asteroidenguertel zu finden waren. Es stellte sich heraus,
das sich, ursprunglich ausgehend von einem der groesseren Asteroiden
wird vermutet, eine einzigartige Entwicklung vollzogen hat. Das bis
dahin unbenannte System hat daraufhin den Namen "Florall" bekommen.
Als Wissenschaftler moechte ich darauf hinweisen, das wir uns schon
oft ueber die Methode der unwissenschaftlichen Namensvergabe durch
den Kaeptn der Entdeckercrew beschwert haben.
Bei den Untersuchungen trat folgendes zutage:
Die Knolle die tuberosum explosivum getauft wurde, enstand innerhalb
der sehr duennen Biosphere als die hoechstentwickelte pflanzliche
Form zuerst auf einen der groesseren Asteroiden. Um eine moeglichst
weite Form der Verbreitung zu finden, entwickelte sich im Laufe der
Evolution die Methode, das durch eine wachsende Vorspannung in der
Aussenhaut ab einem bestimmten kritischen Punkt diese an der
schwaechsten Stelle riss und die Knolle ihren Inhalt weit ueber die
Umgebung verstreute.
Die Pflanze, durch die auf den kleinen Asteroiden bedingte geringe
Biospehre, schon gut auf geringen Gasdruck in der Umgebung und,
dadurch bedingte, starke Temperaturschwankungen angepasst
entwickelte irgendwann eine solche Kraft in ihren Explosion, das
einzelne Samenkoerner in ihrem Inneren die Fluchgeschwindigkeit
des Asteroiden verlassen konnten, selten aber die des Asteroiden-
guertels. Somit ist klar, das es sich bei den organischen Partikeln
im Asteroidenguertel um Samen handelt.
Ein Teil der Samen landete also wieder auf dem jeweiligen Asterodien,
ein anderer Teil verschwand aber aus dessem Schwerefeld und landete
auf benachbarten Asteroidenoder schwebte fuer lange Zeit oder immer
im Guertel. Je groesser der Abstand zum Guertel, umso geringer die
wahrscheinlichkeit, das man in dem System Samen der Pflanze antrifft.
Essbarkeit
Ueberraschenderweise hat sich herausgestellt, das die Pflanze in
jeder ihrer Form essbar ist. Und nicht nur das, im Laufe der Evolution
haben sich verschiedene Unterarten gebildet, die verschiedene
Geschmacksrichtungen ergeben.
Waerend der eigentliche "Sternenstaub", also die im Sonnensystem
befindlichen Samen, einen eher einfachen Geschmack erzeugen, aber sehr
nahrhaft sind, enthalten die Knollen der Art mit ihrem Inhalt hunderte
von Geschmacksrichtungen - zumindest fuer den, der sich traut, sich
ihnen zu naehern. Essbar sind auch fuer Menschen grundsaetzlich alle
Formen, wobei einige jedoch aeusserst gewuerzt erscheinen. Es hat sich
gezeigt, das je nach Abstand zum Asteroidenguertel die Unterart der
Samen der Pflanze anders in unterschiedlichem Konzentrationen vor-
legen. Das liegt hauptsaechlich daran, das durch evolutionsbedingt die
Samen verschiedenen Wassergehalt enthalten und verschieden schwer
sind. Die schwereren gelangen seltener aus dem schwerefeld eines
Asteroiden und noch seltener weit ab vom Guertel, dadurch sind
sie auf den Asteroiden, wo sie heimisch sind, allerdings die Hauptart.
Die leichteren haben dafuer ein groesseres Verbreitungsgebiet.
Tips zur Ernte
1) Samen
Die Samen ausserhalb des Asteroidenguertels lassen sich leicht mit
einem kleinen Schwerefeldgenerator einfangen. Es wird nicht empfohlen
die Leistung zu stark einzustellen, da sonst die Samen zerstoert werden
und sich die einzelnen Geschmacksrichtungen nicht mehr trennen lassen.
Das rein mechanischen ernten, zum beispiel mit Hilfe der Sonnensegel,
falls ihr Raumschiff noch darueber verfuegt, ist natuerlich ebenfalls
moeglich.
2) Knollen
Am ungefaehrlichsten ist die Ernte wenn die Knollen grade die Sonnen
seite erreicht haben. Fast alle Astreoiden haben eine Eigenrotation,
bei den groesseren betraegt diese sogar einige Stunden. Nach 10
Minuten erreicht bei den groesseren die Knolle eine Innentemperatur
von 70 Grad, damit hat sie die bestmoegliche Erntetemperatur und
Konsistenz. Ist sie laenger der Strahlung ausgesetzt, so kann sie
auch durch den inneren Dampfdruck explodieren, auch wenn dies nicht
so gefaehrlich ist wie die uebliche Explosion. keinesfalls sollte man
sich den Knollen naehern, wenn sie grade am Ende einer Sonnenperiode
sind. In dem Moment wird die Aussenhaut sproeder, reisst leichter und
der innendruck ist noch besonders gross.
Lagerung
Da die Samen es verstehen den Weltraumbedingungen zu trotzen sollte
man si auch so lagern. Die temperatur ist relativ egal, zwischen
273 und 373 Grad Kelvin ist allerdings Feuchtigkeit umbedingt zu
vermeiden, weil die Samen sonst von dem erreichen einer Asteroiden-
oberflaeche ausgehen und zu treiben versuchen. Da kein Kohlestoff
ausser den anderen Samen vorhanden ist, fuehrt das zu einer
schnellen vernichtung des lagerbestandes. Die bestmoegliche Lagerung
ist also sie einfach unklmatisiert unter Weltraumbedingungen zu
lassen, was nebenbei die Frachtkosten stark reduziert.
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