19:00 terminalcity
SPACEMEAL

WETTBEWERB ERGEBNISSE SPEISENINDEX GALERIE
galactic competetion
food designer
SPACEMEAL 200520042003200220012000
19991998199719961995
BERICHTTEILNEHMERGEWINNER
cultureller hintergrund

food design

Sternenstaub von Florall
Cyrion
IETB - Institut für Extra Terrestrische Biologie

Cyrion
Cyrion
Cyrion
Bei der Untersuchung eines bis dahin unbekannten Sonnensystems, und der damit einhergehenden Materialprobe stiessen die Forscher auf ein aussergewoehnlicher Phaenomen. Das Sonnensystem an sich besteht aus einer Sonne von der gleichen Klasse wie der unseren, in einer Entfernung, die im Vergleich zu unseren System ungefaehr zwischen der Umlaufbahn von Sonne und Venus liegt, ist dort allerdings nur ein grosser Kleinstasteroidenschwarm zu finden, aehnlich den sgenannten Ring um den Saturn, bestehend aus Billiarden von Einzelobjekten, die groessten erreichen hierbei nur einen Zehntel des Monddurchmessers der Erde. Der groesste Teil hingegen besteht aus Objekten von ca. einen halben cm Durchmesser, die den Wissenschaftlern durch ihre aussergewoehnliche Faerbung auffiel.
 
Proben und naehere Untersuchungen ergaben, das diese Objekte aus organischen Verbindungen bestanden. Nun war nicht klar, wie diese in dieser Umgebung entstanden sein konnten, man vermutete zuerst, das sie wie die Truemmer vonn einem durch Zusammenstoss oder andere Einfluesse explodierten Planeten stammen koennten. Dies erwies sich nach der Untersuchung der groesseren Einzelobjekte als falsch!
 
Auf der Oberflaeche derselben wurden Knollenartige Objekte entdeckt, die zuerst keinen Zusammenhang mit den organischen Partikeln in dem Asteroidenguertelvermuten liess. Dies aenderte sich schlagartig, als ein Wissenschaftler nur knapp mit dem Leben davonkam, als eine der Knollen neben ihm unerwarteterweise explodierte.
 
Bevor ich in der Dokumentation fortfuehre, moechte ich darauf hinweisen, das diese hier mitgebrachten Knollen nicht mehr lebens- faehig sind und nicht explodieren koennen. Sie koennen als wieder beruhigt weiter zuhoeren, es besteht kein Grund zur Sorge.
 
An seinem arg laedierten Raumanzug fanden sich viele der Objekte die im Asteroidenguertel zu finden waren. Es stellte sich heraus, das sich, ursprunglich ausgehend von einem der groesseren Asteroiden wird vermutet, eine einzigartige Entwicklung vollzogen hat. Das bis dahin unbenannte System hat daraufhin den Namen "Florall" bekommen.
 
Als Wissenschaftler moechte ich darauf hinweisen, das wir uns schon oft ueber die Methode der unwissenschaftlichen Namensvergabe durch den Kaeptn der Entdeckercrew beschwert haben.
 
Bei den Untersuchungen trat folgendes zutage:
Die Knolle die tuberosum explosivum getauft wurde, enstand innerhalb der sehr duennen Biosphere als die hoechstentwickelte pflanzliche Form zuerst auf einen der groesseren Asteroiden. Um eine moeglichst weite Form der Verbreitung zu finden, entwickelte sich im Laufe der Evolution die Methode, das durch eine wachsende Vorspannung in der Aussenhaut ab einem bestimmten kritischen Punkt diese an der schwaechsten Stelle riss und die Knolle ihren Inhalt weit ueber die Umgebung verstreute.
 
Die Pflanze, durch die auf den kleinen Asteroiden bedingte geringe Biospehre, schon gut auf geringen Gasdruck in der Umgebung und, dadurch bedingte, starke Temperaturschwankungen angepasst entwickelte irgendwann eine solche Kraft in ihren Explosion, das einzelne Samenkoerner in ihrem Inneren die Fluchgeschwindigkeit des Asteroiden verlassen konnten, selten aber die des Asteroiden- guertels. Somit ist klar, das es sich bei den organischen Partikeln im Asteroidenguertel um Samen handelt.
 
Ein Teil der Samen landete also wieder auf dem jeweiligen Asterodien, ein anderer Teil verschwand aber aus dessem Schwerefeld und landete auf benachbarten Asteroidenoder schwebte fuer lange Zeit oder immer im Guertel. Je groesser der Abstand zum Guertel, umso geringer die wahrscheinlichkeit, das man in dem System Samen der Pflanze antrifft.
 
Essbarkeit
Ueberraschenderweise hat sich herausgestellt, das die Pflanze in jeder ihrer Form essbar ist. Und nicht nur das, im Laufe der Evolution haben sich verschiedene Unterarten gebildet, die verschiedene Geschmacksrichtungen ergeben.
 
Waerend der eigentliche "Sternenstaub", also die im Sonnensystem befindlichen Samen, einen eher einfachen Geschmack erzeugen, aber sehr nahrhaft sind, enthalten die Knollen der Art mit ihrem Inhalt hunderte von Geschmacksrichtungen - zumindest fuer den, der sich traut, sich ihnen zu naehern. Essbar sind auch fuer Menschen grundsaetzlich alle Formen, wobei einige jedoch aeusserst gewuerzt erscheinen. Es hat sich gezeigt, das je nach Abstand zum Asteroidenguertel die Unterart der Samen der Pflanze anders in unterschiedlichem Konzentrationen vor- legen. Das liegt hauptsaechlich daran, das durch evolutionsbedingt die Samen verschiedenen Wassergehalt enthalten und verschieden schwer sind. Die schwereren gelangen seltener aus dem schwerefeld eines Asteroiden und noch seltener weit ab vom Guertel, dadurch sind sie auf den Asteroiden, wo sie heimisch sind, allerdings die Hauptart. Die leichteren haben dafuer ein groesseres Verbreitungsgebiet.
 
Tips zur Ernte
 
1) Samen
Die Samen ausserhalb des Asteroidenguertels lassen sich leicht mit einem kleinen Schwerefeldgenerator einfangen. Es wird nicht empfohlen die Leistung zu stark einzustellen, da sonst die Samen zerstoert werden und sich die einzelnen Geschmacksrichtungen nicht mehr trennen lassen. Das rein mechanischen ernten, zum beispiel mit Hilfe der Sonnensegel, falls ihr Raumschiff noch darueber verfuegt, ist natuerlich ebenfalls moeglich.
 
2) Knollen
Am ungefaehrlichsten ist die Ernte wenn die Knollen grade die Sonnen seite erreicht haben. Fast alle Astreoiden haben eine Eigenrotation, bei den groesseren betraegt diese sogar einige Stunden. Nach 10 Minuten erreicht bei den groesseren die Knolle eine Innentemperatur von 70 Grad, damit hat sie die bestmoegliche Erntetemperatur und Konsistenz. Ist sie laenger der Strahlung ausgesetzt, so kann sie auch durch den inneren Dampfdruck explodieren, auch wenn dies nicht so gefaehrlich ist wie die uebliche Explosion. keinesfalls sollte man sich den Knollen naehern, wenn sie grade am Ende einer Sonnenperiode sind. In dem Moment wird die Aussenhaut sproeder, reisst leichter und der innendruck ist noch besonders gross.
 
Lagerung
 
Da die Samen es verstehen den Weltraumbedingungen zu trotzen sollte man si auch so lagern. Die temperatur ist relativ egal, zwischen 273 und 373 Grad Kelvin ist allerdings Feuchtigkeit umbedingt zu vermeiden, weil die Samen sonst von dem erreichen einer Asteroiden- oberflaeche ausgehen und zu treiben versuchen. Da kein Kohlestoff ausser den anderen Samen vorhanden ist, fuehrt das zu einer schnellen vernichtung des lagerbestandes. Die bestmoegliche Lagerung ist also sie einfach unklmatisiert unter Weltraumbedingungen zu lassen, was nebenbei die Frachtkosten stark reduziert.